Forderung

Aus Coburg brennt

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Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Präambel:

Weltweit ist Bildung im Wandel: Das humanistische Ideal einer zur kritischen Reflexion befähigenden, gemeinwohlorientierten Bildung wird zurückgedrängt. Stattdessen wird Bildung den Bedürfnissen des Marktes angepasst und damit selbst zur Ware. Doch es regt sich Widerstand. In Griechenland und in Italien herrscht seit längerem der Protest gegen die Bildungspolitik und ihre aktuellen Entwicklungen. Seit dem 22.10. besetzen Österreichs Studierende ihre Hochschulen. Auch in Deutschland ist dieser Protest angekommen und so werden in München, Potsdam, Greifswald, Tübingen, Heidelberg, Münster und in einigen anderen Städten Vorlesungssäle besetzt, Forderungen gestellt und Demokratie direkt gelebt.

Auch in Coburg wollen wir uns mit den Protesten solidarisieren und den Forderungen mit aktivem Widerstand Nachdruck verleihen.


[Bearbeiten] Zentrale Forderungen:

[Bearbeiten] Soziale Öffnung der Hochschulen

• die Abschaffung von Studiengebühren und die gesetzlich verankerte Gebührenfreiheit von Bildung!

• die finanzielle Unabhängigkeit der Studierenden – ohne Kredite!

• die Abschaffung jeglicher Diskriminierung, vor allem in ihrer institutionalisierten Form!

• den Abbau von Zulassungsbeschränkungen durch den Ausbau von Studienplätzen!

• wirkliche Mobilität zwischen Hochschulen ermöglichen

[Bearbeiten] Die Reformierung von Bachelor/Master

• die Abkehr vom Bachelor als Regelabschluss!

• das Ende von Verschulung, Regelstudienzeit und Dauerüberprüfung!

• die Möglichkeit individueller Schwerpunktsetzung im Studium!

• die tatsächliche Umsetzung der Mobilität zwischen den Hochschulen, auch international!

• Keine weitere Selektion durch Zulassungsbeschränkungen zu den Bachelor- und Master- Studiengängen!


[Bearbeiten] Demokratisierung des Bildungssystems

• den Abbau von wirtschaftlichen Zwängen (Bsp. Drittmittel) im Bildungsbereich!

• die gleichberechtigte Mitbestimmung aller Beteiligten in den Hochschulgremien!

• die Einführung verfasster Studierendenschaften mit politischem Mandat in allen Bundesländern! Auch in Bayern!


[Bearbeiten] Verbesserung der Lehr- und Lernbedingungen

• die Umsetzung freier alternativer Bildungskonzepte!/mehr Autonomie der Studierenden

• die Beendigung prekärer Beschäftigungsverhältnisse im Bildungsbereich!

• die Aufstockung des Lehrpersonals auf ein pädagogisch tragbares Niveau!

• die Förderung aller Studierenden statt einseitiger Elitenbildung!

• die Einheit von Forschung und Lehre statt der Exzellenzinitiative!

• Staatliche Finanzierung der Hochschulen


[Bearbeiten] Zusammenfassung:

• die Abschaffung von Studiengebühren und die gesetzlich verankerte Gebührenfreiheit von Bildung!

• das Ende von Verschulung, Regelstudienzeit und Dauerüberprüfung!

• die tatsächliche Umsetzung der Mobilität zwischen den Hochschulen, auch international!

• Keine weitere Selektion durch Zulassungsbeschränkungen zu den Bachelor- und Master- Studiengängen!

• den Abbau von wirtschaftlichen Zwängen (Bsp. Drittmittel) im Bildungsbereich!


[Bearbeiten] Forderungen an die HS Coburg

Angelehnt an das humanistische Bildungsideal fordern wir eine zur kritischen Reflexion befähigende und gemeinwohlorientierte Bildung an der Hochschule Coburg.

[Bearbeiten] Mehr Freiräume

Den Studierenden der HS Coburg sollen Freiräume zur Verfügung gestellt werden, die ein Studium mit akademischem Anspruch und freies, selbstbestimmtes Lernen ermöglichen.

Dafür müssen einerseits genügend Räumlichkeiten geschaffen und andererseits die Verschulung des Bachelor-Master-Systems abgeschafft werden.

Der Bestand der Hochschulbibliothek muss erweitert werden, wobei die Anschaffungen keine Rechtfertigung für die Einnahme von Studiengebühren sein dürfen.

Durch die Abschaffung der Anwesenheitspflichten in Vorlesungen, sollen individuelle Gestaltungsmöglichkeiten für die Studierenden geschaffen werden.

[Bearbeiten] Mehr Einfluss

Studierende der HS Coburg müssen mehr Einfluss auf hochschulpolitische Entscheidungen erlangen. Dazu gehört unter Anderem eine paritätische Mitbestimmung im Senat. Weiterhin müssen Gremien in jeder Fakultät entstehen, die Studieninhalte regelmäßig diskutieren und überprüfen. Solange die Studiengebühren noch nicht abgeschafft sind, muss ein Gremium regelmäßig über die Verwendung und die Höhe der Studiengebühren debattieren.

Wir fordern eine wirkliche Transparenz des Haushaltes der Hochschule, insbesondere der Verwendung der Studiengebühren.

[Bearbeiten] Mehr Möglichkeiten

Die Fakultäten der Hochschule Coburg müssen vernetzt werden, sodass es möglich ist, dass Studierende auch Vorlesungen anderer Fakultäten besuchen können und diese angerechnet bekommen.

Im Rahmen der Familienfreundlichkeit müssen mehr KITA-Plätze geschaffen werden, da die Nachfrage die aktuellen Möglichkeiten der Betreuung sprengt.

Von der Seite der Hochschule aus sollte ein Sondertarif mit der Deutschen Bahn und der SÜC ausgehandelt werden, der den interessierten Studierenden ermöglicht, die öffentlichen Verkehrsmittel mit ermäßigtem Tarif zu nutzen.

Den Studierenden sollte die Aula regelmäßig für Vollversammlungen zur Verfügung gestellt werden.

[Bearbeiten] Schluss

Wir fordern, dass sich die Hochschulleitung der HS Coburg gemeinsam mit den Studierenden für die Abschaffung der Studiengebühren und die staatliche Finanzierung der Hochschulen einsetzt!


[Bearbeiten] PDF-Versionen der Forderungen

Forderungen an die HS Coburg

Zentrale Forderungen

[Bearbeiten] Protestmail

annette.schavan@bundestag.de


Sehr geehrte Frau Bundesministerin,

hiermit solidarisiere ich mich mit den Teilnehmern der europaweiten Bildungsstreiks.

Ich bin der Auffassung, dass die aktuelle Situation nicht mehr geduldet werden kann. Ich unterstütze die Forderungen nach einer gebührenfreien Bildung, einem Ende der Verschulung und Dauerüberprüfung im Studium, der Abschaffung von Selektion durch Zulassungsbeschränkungen, sowie dem Abbau von wirtschaftlichen Zwängen im Bildungsbereich.

Ich fordere Sie auf in diesem Sinne tätig zu werden.

Über eine Stellungnahme würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Name Strasse Ort


Es ist laut anderer Betreiber von Protestmailern wichtig seine korrekte Adresse und Namen anzugeben. Datenschutz ist gegeben.



poststelle@kmk.org;ludwig.spaenle@stmuk.bayern.de;marcel.huber@stmuk.bayern.de;rau-weiss@t-online.de;poststelle@kmkv.bwl.de;norbert.mezger@km.kv.bwl.de;poststelle@msw.nrw.de;post@matschie.de;poststelle@bildung.saarland.de;info@heister-neumann.de;timo.friedrichs@bwf.hamburg.de;angelika.heinlein@mbjs.brandenburg.de;wolfgang.heubisch@fdp-fraktion-bayern.de;briefkasten@senbwf.berlin.de;office@bildung.bremen.de;kontakt@martina-muench.de;wahlkreisbuero-henzler@web.de;h.tesch@bm.mv-regierung.de;mail@doris-ahnen.de;buergerbeauftragter@smwk.sachsen.de;minister@mk.sachsen-anhalt.de;Ekkehard.Klug@fdp-sh.de;poststelle@mwk.bwl.de


Sehr geehrte Ministerinnen und Minister, Senatorinnen und Senatoren, sehr geehrte Staatssekretäre,

hiermit solidarisiere ich mich mit den Teilnehmern der europaweiten Bildungsstreiks.

Ich bin der Auffassung, dass die aktuelle Situation nicht mehr geduldet werden kann. Ich unterstütze die Forderungen nach einer gebührenfreien Bildung, einem Ende der Verschulung und Dauerüberprüfung im Studium, der Abschaffung von Selektion durch Zulassungsbeschränkungen, sowie dem Abbau von wirtschaftlichen Zwängen im Bildungsbereich.

Ich fordere Sie auf in diesem Sinne tätig zu werden.

Über eine Stellungnahme würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Name Strasse Ort

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